und sie lieben mich.

Jetzt bin ich schon den zweiten Tag umnebelt von dieser Wolke, die in meine Nase eindringt und mir den Atem raubt, die sich in meinem Hals breit gemacht hat und eine ganze Kompanie Frösche dort züchtet und auch in meine Stirn gezogen ist, auf dass ich ja keinen klaren Gedanken fasse.

Ich mache aus der Not eine Tugend und nutze die Gelegenheit, mich bis mittags ins Bett zu legen, eingepackt unter drei dicken Decken, mit Wik auf der Brust, Anis um die Nase und heißer Milch mit Honig im Bauch. Zur Abwechslung darfs sonst auch Hagebuttentee sein.

Nicht, dass ich all das nicht auch so tun könnte, aber die laufende Nase, das Niesen und Husten gibt dem ganzen dann den originellen Touch, den ich jetzt schon ein zwei Jahre vermisse.

Wunderbarerweise ist er nun wieder da und ich bin zu ziemlich nichts in der Lage, da ich mich nicht mehr als 20 Meter von meiner Taschentuchquelle entfernen kann. Tue ich es doch, kriege ich zur Strafe bestimmt prompt Nasenbluten. Das hatte ich heute schon sage und schreibe vier Mal, so langsam müsste ich ausgeblutet haben. Naja, immerhin muss mein Körper jetzt neues produzieren und dieser Austausch ist laut Blutspendewerbern ja gesund. Gesund kann ich brauchen. Vielleicht sollte ich mir noch mal ordentlich auf die Nase hauen, damit es schneller geht?