Die Stadt der 1000 Möglichkeiten … und wer bin ich? Mittwoch, Okt 10 2007
Dreaming and Listening and Living and Reading and Thinking and Watching and Writing 1:00
In den letzten Tagen verirre ich mich immer wieder zwischen meinen ganzen Ichs. Bin ich Emma, bin ich wer anders? Bin ich laut oder leise, bin ich ernst oder lustig, bin ich sportlich oder ruhig, bin ich engagiert oder zurückgezogen, bin ich fleißig oder nicht so? Wer soll ich sein, wer möchte ich sein? Im Moment blicke ich noch nicht so ganz durch. Die alte Emma scheint irgendwo zurückgelassen und hier in der Stadt der 1000 Möglichkeiten bieten sich immer wieder neue Perspektiven. Ich kann heute so und morgen so sein. Ich kann weggehen und Gedichte schreiben, ich kann lernen und Party machen, ich kann heute alles tiptoppaufräumen und morgen faul im Bett liegen bleiben.
Es tut mir Leid, für einen richtigen Blogeintrag bin ich wohl derzeit nicht geeignet. Es passiert zu viel in unterschiedlichen Richtungen, so dass ich kaum noch einen Überblick habe, was ich wo mache, wohin ich muss, wer wo ist, was ich will… es gibt einfach nur gerade ein Fadenknäuel und deshalb kann ich nicht über ein Thema schreiben. Deshalb gehört das hier in alle Themen.
Es wirkt sich sogar schon auf meine Musik aus. Bei mir läuft jetzt den ganzen Tag was. Morgens meine CD, mittags Radio, abends Youtube. Das ist dann eine Spannbreite, die jegliche Musikrichtung abdeckt. Flöte spiele ich auch wieder. Und auf eines richtig einlassen klappt gar nicht. Es gibt nur das mischmasch, das Durcheinander.
Ich lese nicht mal ein Buch. Ich kann einfach nicht irgendwo bei bleiben, ich lese dies, ich lese das und genauso sprunghaft wie alles in meinem Leben gerade ist, so wie mein Wesen, brauche ich unterschiedliche Bücher. Alles ein wenig verrückt, je ausgefallener desto besser. Ich würde gerade Bungee springen, ich würde gerade so ziemlich jeden Mist machen… einfach,damit ich langsam ein wenig Beruhigung finde und das Wollknäuel los werde. Vielleicht gelingt es mir mal, das zu entwirren. Das Problem ist einfach, dass sämtliche Fixpunkte des alten Lebens zurückgeblieben sind und noch keine neuen hier existieren. Andere haben ihren Freund, oder weiß ich. Ich habe gar nichts, weil ich alles zurückgelassen habe. Gedanklich habe ich mich sogar von Gigi verabschiedet.
Was kommt jetzt? Braucht jemand einen roten Faden? Habe massig abzugeben…
Oktober 11, 2007 um 6:02
Das sortiert sich jetzt nach und nach alles wieder, glaub mir!!!
Und bald ist die alte Struktur zurück und Du hast Dich eingelebt. Bald hast Du auch ein stabiles Umfeld in Uni und WG und dann ist alles wieder “Alltag”