Vorfreude ist die schönste Freude oder: Niels, Otto und Pällbo Dienstag, Sep 4 2007 

Schon die Überschrift allein lässt mich hüpfen. Es ist einfach alles so unglaublich und ich freue mich ganz wunderwunderwunderbar darauf. Wer will nicht irgendwann in seinem Leben mal alles hinschmeißen und ganz neu anfangen? Das hinschmeißen ist zwar nicht meine derzeitige Situation, aber mit dem Umzug wird doch ein ganz neues Leben anfangen. Und wie das aussieht, liegt allein an mir.

Erstmal ist da das wunderwunderbare Zimmer. Ich hoffe zumindest, dass es wunderbar wird, aber die Wände sind jetzt neu weiß und ein bisschen blau ist geblieben, wie ein Zelt an der Wand über meinem Bett, da fühl ich mich wie unter Sommerhimmel, und dann gab es so viele neue Möbel, die in letzter Zeit gekauft wurden! Unter denen ist auch Niels, der Nachttisch, in den ich mich gestern spontan verliebt habe. Da er nur 19,95 kostete, musste er auch gleich mit. Dabei sollte eigentlich eine neue Matratze gekauft werden. Die Liste könnte endlos fortgeführt werden, was ich in den letzten Tagen alles eingekauft habe und was noch in dem Zimmer ist und was ich geschenkt bekommen habe und was noch alles mitkommt… mein liebster Teppich, der zwischenlagernd jetzt im Keller ausgerollt ist und zu dem ich min. einmal täglich laufe, um ihn unter meinen Füßen zu spüren und mich an dem grasgrün satt zu sehen… mit kommen auch Otto und Pällbo. Otto begleitet mich ja schon Ewig, den Schreibtisch hat mir das Christkind 1995 mitgebracht. Und Pällbo ist mein erstes selbstgekauftes Möbelstück überhaupt. Nur ein Hocker, knallrot. Jaja, mein Zimmer wird wohl ziemlich bunt. Passend zu meiner ganzen Freude.

Und was kommt noch? Etwas, worauf ich mich jetzt schon einige Zeit freue, bzw. was ich jetzt ganz lange ausprobieren wollte: Bauchtanz! Ich muss unbedingt eine Möglichkeit finden, damit anzufangen. Der wiederentdeckte Wunsch ist schließlich schon 8 Jahre alt. Damals hab ich mit ganz vielen türkischen Frauen getanzt und alle haben über den Anblick des kleinen blonden Mädchens gelächelt, das da zwischen den dunklen Frauen mit ihren Röcken herumhüpfte.

So, jetzt geh ich weiterhüpfen, mich auf Bauchtanz und Niels freuen. Und vielleicht noch mal den Teppich besuchen.

Danjeogbiyeonsu oder: auch Asiaten können gut aussehen! Donnerstag, Aug 30 2007 

Wer sich jetzt fragt, welche unverständliche Sprache ich nun erlerne: keine, oben stehendes Wort ist der Titel eines Filmes, der im Deutschen „The Legend of Gingko: Das Schwert des Himmels“ getauft wurde. Fälschlicherweise wurde er dabei als erster Film und „The Legend of Ginko: The Gingko Bed“ als zweiter Film betitelt. Zumindest von der Reihenfolge der Drehs her ist es aber genau umgekehrt. Was die Chronologie der Ereignisse anbelangt, kann ich noch nichts sagen, da ich The Gingko Bed erst heute nachmittag schauen werde, wie versprochen habe ich bislang die Finger davon gelassen.

Es ist echt schwer, im Internet Informationen über diesen Film zu finden! Dabei ist es ein wahres Prachtstück, ein Kunstwerk, das man nicht alle Tage findet. Danjeogbiyeonsu erzählt von Vee (oder Pee, wahlweise auch mal Pi geschrieben), einem Mädchen, dessen Schicksal über den Fortbestand zweier Völker entscheiden wird: Die Hawks und die Volcanoes. Dann gibt es noch einen Heiligen Berg, der auf Seiten der friedlichen Volcanoes steht und die Hawks verflucht hat und das himmlische Schwert, das diesen Fluch brechen kann- und Vee, deren Seele noch zur Vollendung des Schwertes fehlt. Und während sie versucht, das Richtige zu tun um ihr Volk zu retten, gibt es da noch Dan, den sie liebt, und Jeok, der sie liebt und bereit ist, für diese Liebe sein Volk zu verraten…

Und jetzt kommen wir zum zweiten Teil des Titels, dem gutaussehenden Asiaten, den genau der ist Dan, einfach nur wunderbar *schwärm*. Die Romanze zwischen ihm und Vee trägt für mich den ganzen Film, und wo amerikanische Filme nichts mehr als Klischees und Gags zu bieten haben, rührt diese stille asiatische Liebe auf ihre fremde Art. Eben dieses asiatische Setting macht den koreanischen Film zu etwas besonderem. Sicher sollte man Fantasy mögen, um den Film zu sehen, aber gerade die Tatsache, dass The Legend of Gingko aus einer vollkommen anderen Kultur stammt, macht ihn so besonders.

Ein Dank an den Zufall und ein Dank an den wundervollen Cast.

Nicht ohne meine Tempos! oder: Ich liebe Bazillen… Mittwoch, Aug 29 2007 

und sie lieben mich.

Jetzt bin ich schon den zweiten Tag umnebelt von dieser Wolke, die in meine Nase eindringt und mir den Atem raubt, die sich in meinem Hals breit gemacht hat und eine ganze Kompanie Frösche dort züchtet und auch in meine Stirn gezogen ist, auf dass ich ja keinen klaren Gedanken fasse.

Ich mache aus der Not eine Tugend und nutze die Gelegenheit, mich bis mittags ins Bett zu legen, eingepackt unter drei dicken Decken, mit Wik auf der Brust, Anis um die Nase und heißer Milch mit Honig im Bauch. Zur Abwechslung darfs sonst auch Hagebuttentee sein.

Nicht, dass ich all das nicht auch so tun könnte, aber die laufende Nase, das Niesen und Husten gibt dem ganzen dann den originellen Touch, den ich jetzt schon ein zwei Jahre vermisse.

Wunderbarerweise ist er nun wieder da und ich bin zu ziemlich nichts in der Lage, da ich mich nicht mehr als 20 Meter von meiner Taschentuchquelle entfernen kann. Tue ich es doch, kriege ich zur Strafe bestimmt prompt Nasenbluten. Das hatte ich heute schon sage und schreibe vier Mal, so langsam müsste ich ausgeblutet haben. Naja, immerhin muss mein Körper jetzt neues produzieren und dieser Austausch ist laut Blutspendewerbern ja gesund. Gesund kann ich brauchen. Vielleicht sollte ich mir noch mal ordentlich auf die Nase hauen, damit es schneller geht?

Benvenuto Montag, Aug 27 2007 

Noch fühle ich mich zwar nicht wirklich angekommen, aber vielleicht ist ein neuer Blog der erste Schritt in die richtige Richtung.

Warum ein neuer? Warum weg von der vertrauten großen Blogwelt von Emma? Nun, 1. ist sie mittlerweile viel zu groß geworden. Die Archive beherbergen Artikel und Einträge, die über ein Jahr alt sind und eingestellt wurden, als ich noch ein wesentlich anderes Leben führte. Das ist das hauptsächliche Problem.

2. Hab ich irgendwo unterwegs meinen Nachnamen verloren *seufz*. Jetzt ist es einfach das Emma Dilemma, weil ich noch keinen neuen gefunden habe. Frau Emma ist also zur Zeit namenslos und wird auch weiter keinen zweiten Namen annehmen ;) .

Nun, ich hoffe, ich habe in Zukunft überhaupt etwas zu sagen und finde mich auf WordPress zurecht.

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